Benutzer:Schnabelgroß/Thomas Brauner

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Ex-Busfahrer Thomas Brauner)
Thomas Brauner (geb. 26.10. 1981 in Erfurt, als Thomas Brauhardt)[1] ist ein rechtsextremer, dem verschwörungsideologischen „Reichsbürger”-Spektrum nahestehender „Querdenker”. Er lebt mit Frau und vier Kindern (Stand Januar 2024) in Sömmerda/Thüringen.
Hoffnungvolle Schauspielkarriere vergeudet
In der Öffentlichkeit trat er erstmalig auf SAT1 in der TV-Serie Aufgewärmte Liebe: Vertraust Du mir ein letztes Mal? auf.[2]

Bundesweit bekannt wurde Brauner, als er während der wegen Corona-Pandemie verhängten Maskenpflicht, vor laufender Kamera die von ihm im Bus gefahrenen Schüler aufforderte, die Masken abzunehmen. „Er erzählte den Kindern, zwei 13-Jährige seien in Schulbussen durch Maskentragen gestorben. Das behauptet er auch heute noch.” Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Nötigung erstattet[3] Im Herbst 2020 wurde ihm die Fahrerlaubnis D und D1 entzogen bzw. nicht verlängert, weil die formalen Voraussetzungen, wie eine positive MPU sowie ein einwandfreies Führungszeugnis, zu diesem Zeitpunkt nicht beigebracht werden konnten.

Weitere Vorwürfe waren Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, Verstöße gegen das Recht am eigenen Bild im Kunsturhebergesetz sowie Beleidigung von Polizisten und Hausfriedensbruch. Brauner wurde deswegen rechtskräftig zu 16 Monaten auf Bewährung verurteilt, zudem muss er 200 Sozialstunden leisten. „Die Richterin sagte, es sei "sittlich verwerflich", dass er Kinder für seinen Drang zur Öffentlichkeit missbraucht habe.” Das Gericht sah den Vorwurf der Nötigung aber nicht bestätigt und sprach ihn hiervon frei. Die 200 Sozialstunden wurden explizit (zum Missfallen Thomas Brauners) anstelle einer Geldstrafe verhängt, damit diese Strafe nicht durch das szenetypische Sammeln von Spenden beglichen werden kann.
In den Verhandlungen kam auch der Auszug mit Brauners Einträgen im Bundeszentralregister zur Sprache, der 17 Vorstrafen, unter anderem wegen Delikten wie Körperverletzung, Diebstahl, Steuerhinterziehung, Unterschlagung und Erschleichens von Leistungen, aufweist.[4] [5]
Des Weiteren machte er von sich Reden, als er im Dezember 2021, bei einer Wahlkampfveranstaltung von Armin Laschet (CDU), an den Personenschützern vorbei, auf die Bühne sprang, um mit ihm über Masken- und Impfpflicht zu reden.[6]
"Querdenker"typisch sind bei Thomas Brauner keine besonderen Fachkenntnisse offensichtlich wahrnehmbar, welche die Vermutung aufkommen lassen könnten, dass er sich qualifiziert zur Virologie, Infektionstheorie oder Infektionsausbreitung äußern könnte. Vielmehr wirft er "ungeklärte Fragen" (die häufig gut erklärbar sind und diese Antworten mangels Fachkenntnis oder Unwillen nicht anerkannt werden) auf, um so seinen Widerstand gegen die geltende Rechtsordnung zu demonstrieren. Obwohl Reichsbürgertendenzen mit der offensichtlichen Ablehnung des Staates zu erkennen sind, so nimmt er Stand Januar 2024 bereitwillig die Sozialleistungen eben dieses abgelehnten Staates mit einem gewissen Selbstverständnis hin. Im Jahr 2014 erfolgte eine Restschuldbefreiung aus einer Privatinsolvenz.

Der Weg zum Ex-Busfahrer

Der Lappen ist weg

In einem YT-Video über Brauner von 12/2020 erklärt er, dass er schon vor der „Maskenbefreiungs”-Aktion Gefahr lief, seinen Job zu verlieren. Bereits drei Jahre zuvor hatte es, im Zusammenhang mit Streitigkeiten im Mietverhältnis, Urteile wegen Sachbeschädigung, Bedrohung, Beleidigung und Pfandkehr gegeben. Trotz gerichtlicher Verurteilungen streitet er die Taten ab und beklagt, „als rechtmäßig Verurteilter abgestempelt” zu werden. Rechtsmittel gegen die Urteile hat er aber nicht eingelegt. Stattdessen redet er über Straftaten gegen sich, man hätte Müll vor seiner Haustür verteilt und Post aus dem Briefkasten entwendet. Angezeigt hat er das aber offenbar nicht. Darüber hinaus versucht er den Vermieter zu diskreditieren und eigene Taten zu relativieren, indem er berichtet, ihm sei erzählt worden, eine Nachbarin sei vom Vermieter „mit dem Messer massakriert und attackiert” worden (im Video Min.27:58)
Nach eigenen Angaben musste er im Zusammenhang mit diesen Vorkommnissen zur MPU. In einem Screenshot des Videos ist erkennbar, dass man ihm vorhält, aufgrund der o.g. Verurteilungen von 2017, Probleme mit der Einhaltung der Rechtsnormen zu haben. In der Gesamtschau stehe zu befürchten, dass Brauner durch sein Verhalten die Rechtsgüter der Fahrgäste gefährde.[7] Der sich als Opfer sehende Brauner beklagt, dass man ihm dies erst bei der anstehenden Verlängerung der Fahrerlaubnis mitteilt, und hält dies für „politische Willkür”. Man wolle ihn wegen seiner Gesinnung treffen und mundtod machen. Den Gang zur MPU sieht er skeptisch, weil das ein Schuldeingeständnis der Taten wäre (für die er jedoch bereits verurteilt wurde) und ein positives Untersuchungsergebnis „nicht gewollt” sei. Er selbst sagt, es laufe darauf hinaus, dass er „definitiv nicht mehr als Busfahrer arbeiten werden kann”.
Seit dem Entzug der Fahrerlaubnis versucht der sich immer noch „Busfahrer Thomas Brauner” nennende, vergeblich diese zurückzubekommen, wobei ihm zusätzlich auch gesundheitliche Probleme im Wege stehen.[8] Verärgert über seine vergeblichen Bemühungen droht Brauner im Video seinen Widersachern, sie sollten sich wünschen, dass er wieder als Busfahrer arbeitet, weil er sonst „anordnen” wird, dass es für diese Leute, die bei ihm „explizit auf der Liste stehen”, „ungemütlich” werden wird.[9] Stand Januar 2024 ist Brauner nach eigener Aussage an seinem "Busfahrerführerschein" nicht mehr interessiert, er versucht ihn dennoch, rein aus Interesse, wiederzubekommen.

Bekannte Vorstrafen/Einträge im Bundeszentralregister (BZR)

Bei einem seiner Gerichtstermine verlesene Auszug aus dem Bundeszentralregister (ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Stand Dezember 2022):

  • 1999 Göttingen - Sachbeschädigung – Jugendarrestmaßnahme
  • 1999 Göttingen – Diebstahl – von Verfolgung abgesehen
  • 1999 Göttingen – Körperverletzung – von Verfolgung abgesehen
  • 2000 Göttingen – Diebstahl – Wiedergutmachung, Arbeitsleistung
  • 2003 Osterode - Eigenmächtige Abwesenheit – 3 Monate, Bewährung
  • 2003 Göttingen – Diebstahl in 5 Fällen - 60 TS à 15 €
  • 2004 Göttingen – Erschleichung von Leistungen – 15 TS à 20 €
  • 2005 Göttingen - Erschleichung von Leistungen (2x) – 35 TS à 20 €
  • 2007 Kassel – versuchter Betrug, Diebstahl – 6 Monate auf Bewährung
  • 2009 Göttingen – Diebstahl (2x), Unterschlagung – 10 Monate auf Bewährung
  • 2010 Kassel – Diebstahl, Körperverletzung – 5 Monate auf Bewährung
  • 2017 Northeim – Sachbeschädigung – 20 TS à 30 €
  • 2018 Northeim – Beleidigung – 20 TS à 30 €
  • 2018 Northeim – Pfandkehr – 60 TS à 30 €
  • 2020 Göttingen – Steuerhinterziehung – 35 TS à 25 €
  • 2020 Northeim – Gesamtstrafe – 55 TS à 30 €
  • 2021 Sömmerda – Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes 90 TS à 30 €
  • 2022 Bamberg - zeigen des Hitlergrußes - 130 TS à 15 €

Brauner beschwerte sich im Video, durch die Einsichtnahme ins BZR würde „die Neutralität der Richter gezielt beeinflusst”. Ein fairer Prozess sei dadurch nicht möglich.[10] Die Existenz von Vorstrafen wurden von ihm stets bestritten, "weil man ansonsten keinen Führerschein D und D1" erhalten würde. In seinen Augen beweist eine Fahrerlaubnis D und D1, dass keine Vorstrafen vorliegen können, was er seinen Zuhörern stets als unumstößliche Tatsache zu vermitteln suchte. Wie es zur Erteilung von D und D1 kam, ist nicht endgültig geklärt, jedoch standen diese Vorstrafen einer Verlängerung in 2020 im Wege.

Aktivitäten im Internet

Bekannt und berüchtigt ist Brauner für provokantes Auftreten mit Kamera und (während der Pflicht) ohne Maske, an Orten in der Öffentlichkeit, im Landratsamt sowie in Einkaufsmärkten, Bäckereien etc. In der Aufzeichnung eines längeren Live-Streams (von 2022), den er sinnvoller Weise vor (oder während) seines Gerichtsverfahrens bringt, bespricht er seine Aktivitäten. Die Veröffentlichung solcher Videos hätten bei ihm - nach eigenen Worten - zu Strafbefehlen in Summe von 30.000 Euro, die noch zu verhandeln sind, geführt. In den Videos beklagt er ständig seine vermeintliche Diskriminierung und den „Maskenfaschismus” der Maskenträger. Bezüglich des Filmens rechtfertigt er sich damit, dass er hauptsächlich sich selbst filme, andererseits berichtet er mit einer gewissen Freude (Min.23:45), dass das Filmen und Veröffentlichen für die Betroffenen unangenehm war und dass sie pikiert gewesen wären, eben weil sie in den Videos zu erkennen waren. Er hatte auch keine Bedenken, solche Autritte im Beisein seiner Kinder zu veranstalten, wobei er solange die Angestellten belästigte, bis diese ihn und seine von ihm vorgeschickten Kinder nicht mehr abkassieren wollten.
Auf die Frage, wofür er solche Filme erstellt, antwortet er, diese zeitgeschichtlichen Geschehnisse müssten für die Nachwelt erhalten bleiben. Er habe mindestens fünfzehn Festplatten, auf denen er Dokumente und Videos „doppelt und dreifach gesichert” und außerhäuslich gelagert hätte. Das meistaufgerufene und für ihn als „Initialzündung” wichtigste Video, ist heute noch auf Facebook abrufbar.

Brauner mit zu klein geratenen Studiomöbel

Die Plattform Telegram (dafür bekannt, dass man dort weitgehend tun und lassen kann was man will) ist Brauners Hauptbetätigungsfeld im Netz. In vielen Videos berichtet er von Demos und ruft zur Teilnahme daran auf, gibt Statements, führt Interviews und dokumentiert seine provokanten Aktionen, wie beispielsweise seine Maskenbefreiung im Schulbus, zum Teil mit, nach einer Verurteilung, unkenntlich gemachten Gesichtern. Zuvor hatte er teilweise klare Bilder und eben auch das gesprochene Wort veröffentlich, wie z.B. von einem weinenden Kind vor einem Corona-Test-Center, womit er „einen Shitstorm gegen die Erziehungsberechtigten inszenierte”, so die Richterin im späteren Verfahren.[11]
Des Weiteren berichtet er von seinem Kampf gegen „Behördenwillkür” und den vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren.[12]
Bekannt wurde ein Kurzvideo, in dem er vor einem Einkaufsmarkt vorgibt, telefonisch vom Tod einer Bekannten nach der Impfung zu erfahren.[13]

Als festen Teil seines Programms bringt Brauner fast täglich Nachrichten als Podcast oder Video im „Showagenten Radio”, wobei er sehr bemüht ist, sich stets einen seriösen und professionellen Anstrich zu geben, was aber - wie im Bild zu sehen - nicht immer ganz gelingt und unfreiwillig komisch wirkt.


Auf Bitchut hat Brauner eine Reihe von Videos hochgeladen, die nach seinen Angaben zu Srafbefehlen geführt hätten.

Weitere von ihm genutzten Plattformen sind:

Der Reichsbürger

In einem Video erklärt Brauner, er sehe ein großes Problem darin, wenn Menschen mit „BRD-Fahne” und dem Grundgesetz herumlaufen, „denn wir wollen die BRD gar nicht mehr”. Es gehe um Deutschland, und wie jeder wisse, sei die BRD ein Besatzungskonstrukt der Alliierten und die Versklavung der Menschen. Das ließe sich nur beenden, „wenn wir für das Deutsche Reich kämpfen”, für „das echte Deutschland”, mit der echten schwarz-weiß-roten Deutschlandfahne vor dem Reichstag („nicht Bundestag”) auftauchen. Man könne auch zusätzlich die Verfassung des Deutschen Reiches vorzeigen. Die Menschen seien indoktriniert und würden zucken, wenn sie den Begriff Deutsches Reich hören, weil sie nicht merken, dass eine Verwechslung mit dem 3. Reich vorliegt. Der durch das feindliche Ausland gestürzte Kaiser habe nie die Aufhebung des Deutschen Reiches unterschrieben. Somit waren Weimarer Republik, 3. Reich, DDR und BRD (bis heute) illegal, „hat nichts mit unserem Deutschland” zu tun. Alle hätten die Pflicht dies nach außen kundzutun, um das Deutsche Reich wieder zurückzubekommen.[14]

Der Rechtsextreme

Brauner und Nerling.jpg
gute Stimmung im Hause Brauner

Auf Telegram verbreitet Thomas Brauner Inhalte der rechtsextremen „Freien Sachsen“ und des rechtsextremen, vom Verfassungsschutz beobachteten Magazins „Compact“, zeigt sich auch gemeinsam mit dem verurteilten Holocaustleugner Nikolai Nerling, nennt diesen „großartig“[15] und pflegt mit ihm freundschaftlichen Kontakt. Mindestens ein Besuch von Nicolai Nerling bei Thomas Brauner und Familie wurde von Thomas Brauner per Bild selbst veröffentlicht (Nerling, Herr und Frau Brauner, drei Kinder).

Probleme mit der Bühnenbeleuchtung, aka StGB 86a

Auftritt im Tonwerk, rechter Arm mit Lichtschutzfaktor 88, um sich vor der Bühnenbeleuchtung zu schützen.

"unbewusste Körperbewegung"
Der Tagesspiegel: Elf Monate, nachdem der rechte Verschwörungsideologe Thomas Brauner während eines Konzerts in Bamberg auf der Bühne den Hitlergruß zeigte, ist er nun vom dortigen Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu je 15 Euro verurteilt worden. Thomas Brauner kündigte an, in Berufung gehen zu wollen – und erklärte noch am selben Tag, er wolle Thüringens AfD-Chef Björn Höcke im Fall einer Machtübernahme bei dessen Plänen unterstützen, den Erfurter Flughafen zum Drehkreuz für Massenabschiebungen von Migranten zu nutzen. Brauner wolle „viele, viele Migranten“ mit dem Bus zum Flughafen fahren, sofern er denn seine Fahrerlaubnis zurückerhalte.
Brauner bezeichnet die Gerichtsentscheidung im Video als „Skandalurteil”. Unschuldige würden verfolgt und die „Schuldkultur” müsse beendet werden,[16]

Zitate

„...du bist wahrscheinlich noch so eine kleine minderjährige Göre, die hier normalerweise noch nicht mal was... also allein vom Schreiben her... ja so weiß ich nicht, kommt über eine 15-16jährige nicht hinaus, bei jedem Ding was du nicht verkraftest, Anzeige hier, Anzeige dort - ja dann mach doch mal eine Anzeige, dann hab ich endlich einen Namen und dann komme ich zu dir nach Hause und dann zeige ich dir wer der Boss ist, hast du verstanden?”[17]

Quellennachweise