Terranier

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Terranier nennen sich Mitglieder der sektenartigen Vereinigung TERRANIA - Bündnis freie Erde ( von Terra= Erde und nia=uns) im Internet, die sich seit 2010 als eine Spielart der Freemen-Bewegung darstellt.

Gründer ist der Sänger und Internetaktivist Matthias Leonhard Jonathan Jürgens. Obwohl er laut psiram.com die Bewegung als Spassstaatprojekt bezeichnet, glauben einige Anhänger ernsthaft daran, einen eigenen und unabhängigen Staat gegründet zu haben.

Terrania betreibt einen schlecht gepflegten Internetauftritt.

Seit März firmiert Terrania als Terrania evolution und wird als 'Gesellschaftsexperiment' bezeichnet.[1]

Ansichten und Aktivitäten

Soweit aus den Internetauftritten ersichtlich, vertritt Terrania die Ideologie der Selbstverwalter mit Anklängen an die Freemen-Bewegung[2]

TERRANIA ist eine globale Organisation,

die rechtlich in sich selbst verankert ist, geschaffen für alle Menschen auf unserer Erde, die selbstbestimmt und gesamtverantwortlich leben.

Wir bezeichnen uns öffentlich als Terranier oder FIP. Als Alternative zu den parteiischen nationalen Identitäten bieten wir rechtlich die der Freien Interterritorialen Person.

Ziel ist die praktisch lebbare Unabhängigkeit aller Menschen. [3]

Vordergründig hat es den Anschein, dass das "Projekt Terrania" von seinem Gründer Jürgens eher spaßhaft in sozialen Netzwerken betrieben wird, allerdings mit einem deutlich esotherisch-gefühligen Pathos, das verschwörungsideologische Anklänge zeigt:

Und schon war ich drin im Spiel der Juristerei, geführt als Handelsobjekt der Vereinten Wirtschaftsgebiete Deutschlands. Ohne, daß es meine Eltern wussten - geschweige denn ich - wurde ich als frisch geborener Mensch zu einem Kriegsgefangenen der 3. Generation, zu einem Sklaven deklariert.[4]

Er selbst fällt kaum auf, ist Erzieher und tritt als Liedermacher und Sänger[5] auf.

Dennoch erweist sich der oberste Terranier als hartnäckig, wenn es um die Teilnahme im Straßenverkehr geht, denn er besteht darauf, dass Kraftfahrzeuge mit 'terranischer Zulassung' und eigenem Führerschein auf Bundesdeutschen Straßen betrieben werden dürfen und wurde deshalb mindestens einmal (2016) bereits verhaftet.[6][7]

Eine Reihe von Anhängern von Terrania greifen den Gedanken im Sinne der Reichsbürger-Ideologie auf, wie z.B. der baden-württembergische Arbeitslose Günter Blön, der als "Konsul von Terranien" auftritt, den Behörden jedoch als Reichsbürger bekannt ist, der den deutschen Staat rundweg ablehnt und schon wegen diverser Delikte aktenkundig wurde: Körperverletzung[8], Verstoß gegen das Waffengesetz, Nötigung, Missbrauch von Titeln. [9] Alllerdings hatte sich Blön sich zuvor schon unter der Bezeichnung Terrania 3.0 von der Ursprungsbewegung abgesetzt und sich der Heimatbund-Bewegung zugewandt.[10]

Prominente Mitglieder von Terrania sind etwa Georg 'Jesus Bruder Bauchi' Berres[11] und Jürgen 'ÖffÖff' Wagner, kommen aber auch aus der österreichischen Szene wie etwa Wolfgang Empacher,Joe Kreissl und Alexander Resch.

Führerschein
Kennzeichen Matthias Jürgens[6]

Druck von Ausweisen

10 Terra

Jürgens propagiert und verkauft einen eigenen "Führerschein", der ihn ermächtigen sollte, auf Bundesdeutschen Straßen zu fahren und seit 2011 gibt es für Terranier KFZ-Kennzeichen[12]. Auf den Webseiten wurden und werden die Kennzeichen nicht angeboten, es scheint, als ob diese aus eigener Initiative von den Anhängern gefertigt werden. Gleiches gilt für 'Zulassungspapier' für die entsprechenden Kennzeichen[13]

Die Organisation vertreibt jedoch sog. "Reisekarten"[14], und bietet eine Art Regionalgeld "Terra" an, mit dem Zusatz "Schenker-Urkunden", so dass man auch an ein Gutschein-Programm denken kann. Allerdings mit dem Zusatz:
machen SOZIALABGABEN, STEUERN, VERSICHERUNGEN überflüssig [15]

Im Gegensatz zu anderen Organisationen werden Ausweise und Geld nicht gegen Geld abgeboten, sondern sind frei zum 'download'.

Galerie

Weblink

Quellennachweise