Global Common Law Court

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Logo des GCLC
Der Global Common Law Court (GCLC) ist ein ausschließlich netzbasiertes Phantasiegericht, das von den Deutschen Carl-Peter Hofmann und Gerhard Pommer, welche der Freemen-Bewegung nahestehen, am 16. Oktober 2016 mit weiteren 18 Mitgliedern gegründet wurde.

Gründung

Hofmann, der Gründer und 'Richter' des GCLC, war nach eigenen Angaben 32 Jahre Entwickler in der Automobilindustrie, ist, wie er betont, 'lizensierter Captain der britischen Marine' und gründete das Gericht aus Ärger über eine Parkstrafe in England (120 €)[1]; daneben kämpft er zuweilen gegen Windmühlen (nein, Windräder) an.[2]

Der Wahngerichtshof leitet seinen Namen von aus dem angelsächsischen Rechtskreis entnommenen Ideen der Freemen-Bewegung her. Hofmann, der lange Zeit in England gelebt und gearbeitet hatte, sieht das 'Common Law' - in der Szene fälschlich als 'Naturrecht' bezeichnet - als den staatlichen Gesetzen übergeordnet.

Richter und Rechtsanwälte auf der ganzen Welt seien Mitglieder der Bar Association, bzw. seit neuestem der British Accreditation Registry, einer 'private Verbindung oder Gilde für Anwälte und Richter', und seien deren 12 'Rechtsvermutungen' verpflichtet[3], weshalb sie eindeutig einen Interessenkonflikt hätten. Richter entschieden immer im Interesse der Bar Association, die ein Interesse an der Bankenwelt habe. Um die Geschäfte der Banken durchführen zu können, sei es notwendig, die biblische Grundlage zu entfernen, denn die Existenz der Banken stehe im Widerspruch zu den biblischen Prinzipien:

Du sollst von Deinem Bruder keine Zinsen verlangen, ob Zinsen auf Geld, auf Lebensmitteln oder auf etwas, auf das Zinsen berechnet werden können. (5. Mose 23:19)

Um die biblische Grundlage zu umgehen, benutzten die Banken Gerichte und andere Institutionen, um ihre eigenen Handelsabkommen zu treffen, die sie uns dann als Gesetze verkaufen würden.

Dem gegenüber sei der GCLC ein Gericht, welches es sich auf der biblischen Grundlage aufbaue, das gleichzeitig das Gesetz der Natur sei und deshalb auch Lex Naturalis genannt würde.

Der Global Common Court ist ein Gericht, das sich auf dem Naturrecht aufbaut[1]

Sitz des Gerichtes

Obwohl auf einer britischen Website der 'Gerichtsstand' mit

GCLC

The Court House
Coombe Alley Road
CT17 0EP Dover
United Kingdom

gclcpress@gmail.com[4]

angegeben wird (eine entweder falsch geschriebene oder nicht existente Adresse[5]), scheint der Gerichtshof derzeit eher in Kärnten zu operieren[6], jedenfalls bis zur Ausweisung des Hauptbetreibers der Internetauftritte Gerhard Pommer (s.u.). Dort wurde er in der österreichischen Staatsverweigerer-Szene zunächst euphorisch aufgenommen; Hofmann durfte den 'Gerichtshof' beim Gründungsakt des Staatenbund Österreich stundenlang vorstellen.[7]. Später distanzierte sich der Scheinstaat allerdings wieder.[8]

Arbeitsweise

Ensprechend einem dreistufigen Prozess, welcher aus dem Evangelium (Matthäus 18:15-17 und 22: 37-40) entnommen sei, versucht der Gerichtshof zunächst auf eine außergerichtliche Einigung hinzuwirken: Jedes Mitglied des Common Law empfiehlt und fordert eine oder beide Parteien auf, die an einem Rechtsstreit beteiligt sind, sich zwischen den Parteien zu einigen, bevor ein Gericht angerufen werden kann, weil die biblische Vorgabe eine gütliche Einigung wünsche.

Führt dies nicht zum Erfolg, dann findet eine gerichtliche Schlichtung statt: Das Gericht solle sein Bestes tun, um die Angelegenheit zu lösen, indem es den Parteien helfe, sich auf einer soliden Grundlage zu einigen.

Erst nachdem beide Schritte (die auch in der staatlichen Gerichtsbarkeit nicht unbekannt sind) ergebnislos blieben, träte der eigentliche Gerichtshof zusammen:

Eine Jury von mindestens 12 plus 1 Mitgliedern müsse den Fall anhören und darüber befinden, ob Schaden und/oder Verlust entstanden sei. Vor allem der Richter, aber auch alle anderen Mitglieder des Gerichts müssten sicherstellen, dass alle Parteien den Fall und die Sprache verstehen und dass alle biblischen Prinzipien eingehalten würden.

Sobald ein Urteil einstimmig von der Jury bekannt gegeben worden sei, erkenne das Gericht an, dass das Volk gesprochen habe.

Der Richter habe die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die geschädigte Partei ordnungsgemäß für die erlittenen Schäden und Verluste vom Übeltäter ausgeglichen würde. Dies sei zunächst durch Inanspruchnahme des Vermögens des Schädigers zu bewirken, da das Common Law Gericht keine Gefängnisstrafen geben wolle. Gleichwohl sei dies in einigen Fällen unvermeidlich.[9][10]

In einer aus unverstandenen, gewissermaßen als magische Formeln angewandten Rechtsbegriffen und Blähworten bestehenden Gerichtsverfassung werden die Verantwortlichkeiten der Richter festgeschrieben. Auszug:

Artikel 1a
Alle Treuhänder, Offiziere und Mitglieder des Global-Common-Law-Court geben Wort- und Satzschluss durch ein Wörterbuch und einen Thesaurus. Jedes Mitglied, das nicht den vollen Wort- und Satzschluss benutzt, enthebt automatisch seiner Position/seines Amtes.[9]

Aktivität

Da der Gerichtshof noch recht jung ist, sind die Mitglieder des GCLC derzeit (März 2017) "in der Vorbereitungsphase für die Strafverfolgung". Nach Abschluss derselben will man jedoch verstärkt "gegen die Verantwortlichen der Presse, der Bank, der Staatsanwältin und des Richters" tätig werden.[11]

Der aktuell (März 2017) einzige Fall des GCLC betrifft den des Gründungsmitgliedes des GCLC, Gerhart Pommer. Nachdem der Führerschein des Deutschen nach einem Verkehrsverstoß von der Polizei in Klagenfurt zunächst einbehalten (nach Version des GCLC: gestohlen) worden war, gelang es dem Gerichtshof, durch ein "kurzes und wirksames Schreiben", die Behörde zur Herausgabe des Führerscheins zu bewegen[12], allerdings wurde Pommer kurz darauf nach Slowenien abgeschoben. Der Gerichtshof gelobt, gegen die Verantwortlichen vorzugehen.[13]

Derweil verkauft man Seminare[14] und Seminarmitschnitte auf DVD.[15]

Weblinks

Einzelnachweise